Die Moststraße
Ein Weg durch das fruchtige Herz Niederösterreichs
Ein Weg durch das fruchtige Herz Niederösterreichs
Zwischen den Flüssen Ybbs und Enns, im sanft hügeligen Westen Niederösterreichs, erstreckt sich eine Landschaft, die spätestens im April zu einem duftenden Gesamtkunstwerk wird. Quer durch dieses grüne Paradies führt die rund 200 Kilometer lange Moststraße. Sie ist eine Einladung, das Mostviertel in seinem ganz eigenen, entspannten Rhythmus zu entdecken.
Die Route schlängelt sich vorbei an den charakteristischen, mächtigen Vierkanthöfen, die wie kleine Festungen in der Landschaft thronen. Wer hier unterwegs ist – ob mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß –, wird von der Gastfreundschaft der Region förmlich begleitet:
Kulinarische Einkehr:
Zahlreiche Mostheurige und traditionelle Gasthäuser säumen den Weg. Hier wird der goldfarbene Birnenmost nicht nur serviert, sondern zelebriert. Gepaart mit einer deftigen Jause ist er die wohl ehrlichste Art, die Region zu schmecken.
Die Zeit der Baumblüte:
Wenn sich im Frühjahr die weißen Blüten von hunderttausenden Birnenbäumen über die Hügel legen, verwandelt sich die Moststraße in eine „weiße Landkarte“, die Fotografen und Naturgenießer gleichermaßen verzaubert.
Die Birnenkultur im Mostviertel ist weit mehr als nur Landwirtschaft; sie ist gelebtes Erbe. Maßgeblich daran beteiligt sind die Mostbarone.
Veredelung auf höchstem Niveau:
Diese Experten haben sich der Perfektionierung des Birnenmostes verschrieben. Von sortenreinen Mosten bis hin zu edlen Bränden und spritzigen Sekten zeigen sie, welche Eleganz in der heimischen Birne steckt. Sie sind die Botschafter einer Kultur, die Tradition und moderne Kulinarik meisterhaft verbindet.
Neben den Genüssen aus dem Glas bietet die Moststraße auch beeindruckende Einblicke in die Geschichte der Region. Das imposante Stift Seitenstetten, auch bekannt als der „Vierkanter Gottes“, ist mit seinem prachtvollen Rosengarten ein absolutes kulturelles Highlight direkt an der Route. Es steht stellvertretend für die vielen kleinen Kapellen und architektonischen Schätze, die diese Landschaft so unverwechselbar machen.
Fazit für Genießer:
Die Moststraße ist weit mehr als nur eine Verkehrsverbindung. Sie ist eine Liebeserklärung an eine Region, die ihre Wurzeln pflegt und ihre Gäste mit offenen Armen empfängt. Die Kombination aus der spektakulären Baumblüte, der herzlichen Heurigenkultur und dem architektonischen Erbe macht sie zu einem Weg, den man nicht nur befahren, sondern mit allen Sinnen erleben sollte.
Fotos: Rekord-Institut / mostviertel.at