Der Almsee
Ein Naturjuwel zu Füßen des Toten Gebirges
Ein Naturjuwel zu Füßen des Toten Gebirges
Auf 589 Metern Seehöhe, dort wo die schroffen Felswände des Toten Gebirges majestätisch in den Himmel ragen, liegt einer der unberührtesten Orte des Salzkammerguts: der Almsee. Als glasklare Quelle des Flusses Alm ist er der Namensgeber des gesamten Tals. Seit 1965 steht das Gewässer unter Naturschutz – ein Refugium, in dem nicht der Mensch, sondern die Natur den Ton angibt.
Wer den Almsee besucht, entscheidet sich bewusst für die Entschleunigung. Der See lässt sich auf einem etwa sechs Kilometer langen Rundweg in gut eineinhalb Stunden gemütlich umwandern:
Logenplätze der Stille:
Der Pfad ist gesäumt von Rastplätzen, die immer wieder neue, atemberaubende Perspektiven auf die Gipfelwelt eröffnen.
Auf den Spuren von Konrad Lorenz:
In dieser ungestörten Idylle lassen sich oft Wildtiere beobachten. Besonders präsent sind die berühmten Graugänse, deren Verhalten der Nobelpreisträger Konrad Lorenz hier Jahrzehnte lang erforschte.
Das Echo der Berge:
Ein akustisches Highlight sind die Sommerabende. Jeden Mittwochabend bei Schönwetter erfüllt das traditionelle Echoblasen der Grünauer Bläsergruppe die Stille des Sees – ein Gänsehautmoment, wenn die Klänge von den massiven Felswänden zurückgeworfen werden.
Der Almsee ist ein lebendiges Ökosystem mit faszinierenden Details, die man erst auf den zweiten Blick erkennt:
Kristallklare Erneuerung:
Der See wird fast ausschließlich von unterirdischen Quellen gespeist. Das ist das Geheimnis seiner Klarheit: Etwa alle zehn Tage tauscht sich das gesamte Wasser des Sees komplett aus. Das sorgt allerdings auch dafür, dass der See ein „Erfrischungsparadies“ bleibt – selbst im Hochsommer klettert die Temperatur selten über die 15-Grad-Marke.
Die verwachsene Insel:
Früher gab es am Almsee eine echte Kuriosität – eine kleine schwimmende Insel, die je nach Windrichtung ihre Position veränderte. Heute ist sie fest mit dem Ufer verwachsen und bildet ein wertvolles Biotop für seltene Pflanzen.
Um diese sensible Schönheit zu bewahren, wird hier auf klassischen Wassersport verzichtet. Tauchen und Angeln sind untersagt, was die Ruhe für Mensch und Tier garantiert. Wer dennoch ins kühle Nass möchte, findet einen kleinen Badeplatz – ein Erlebnis, das jedoch eher den „Hartgesottenen“ vorbehalten ist.
Fazit für Genießer:
Der Almsee ist weit mehr als nur ein Bergsee. Er ist eine vollkommene Symbiose aus unberührter Wildnis, gelebtem Brauchtum und wissenschaftlicher Geschichte. Wer die Kraft der Stille sucht und das Salzkammergut von seiner ursprünglichsten Seite erleben möchte, wird am Almsee sein persönliches Glück finden.
Den großen Parkplatz vom Almsee findest du hier → Google Maps
Fotos: Rekord-Institut