

Älteste Holztrift-Klause Österreichs
Offizieller Status:
Österreich Rekord / ÖRN 260119
Ein Spiegel der Geschichte: Der Taferlklaussee
Zwischen dem Traunsee und dem Attersee, eingebettet in die dichten Wälder am Fuße des Höllengebirges, liegt ein Gewässer von stiller Schönheit: der Taferlklaussee. Was heute wie ein natürliches Idyll wirkt, ist in Wahrheit ein technisches Monument von nationalem Rang. Er ist ein Ort, an dem die frühe österreichische Ingenieurskunst und die harte Arbeit der Holzknechte bis heute sichtbar bleiben.
Die Urkunde der Ingenieurskunst: Ein nationaler Spitzenwert
Die Entstehung des Sees geht auf das Jahr 1716 zurück. Er wurde künstlich aufgestaut, um als sogenannte „Klause“ zu dienen. Durch das schlagartige Öffnen der Schleusen wurde ein gewaltiger Wasserschwall erzeugt, der das Holz durch den Aurachbach beförderte. Während viele dieser Anlagen im Laufe der Jahrhunderte verfielen oder umgebaut wurden, blieb der Taferlklaussee in seiner ursprünglichen Form erhalten. Er ist damit offiziell die älteste im Originalzustand bewahrte Holztrift-Klause Österreichs.
Ein Denkmal der Industriegeschichte
Die Klause war ein lebensnotwendiges Rückgrat für die Salzgewinnung in den nahen Salinen und damit für den Wohlstand des gesamten Landes. Heute hat sich der See in ein ökologisch wertvolles Biotop verwandelt, ohne seine historische Bedeutung zu verlieren. Das Zusammenspiel aus technischer Pionierleistung und der wilden Natur des Höllengebirges macht dieses Gewässer zu einem unverkennbaren Wahrzeichen der österreichischen Technikgeschichte.
Fazit des Rekord·Instituts:
Der Taferlklaussee ist weit mehr als nur ein Badesee. Er ist ein monumentaler Zeuge der österreichischen Wasserbau-Tradition. Der Titel Älteste im Originalzustand erhaltene Holztrift-Klause Österreichs ehrt die visionäre Kraft der damaligen Baumeister und macht diesen Ort offiziell zu einer grandiosen Besonderheit unserer Heimat.
Den Parkplatz vom Taferlklaussee findest du hier → Google Maps
Fotos: Rekord-Institut




